meine philosophie

wenn ich an wein denke kommen mir viele sachen in den sinn. vorn auf ist der genuss.

 

genuss ist nicht immer gleich. emotionen beeinflussen ihn sehr stark. wir geniessen ja nicht nur mit dem gaumen. genuss ist ein ganzheitliches erlebnis. meine weine sollen so ein erlebnis sein.

 

die wahl. sie wird also von unserem genuss-empfinden geleitet.

 

die identifikation. ein moderner weintrinker geniesst es, sich mit dem produzenten zu identifizieren. sei dies, in einem gespräch, ähnliche interessen oder einfach durch die freude an der gleichen sache.

 

der auftritt. der optische genuss liegt in einer ansprechenden verpackung. sie ist schlicht. schnörkellos. nur wenige informationen beirren das bild der flasche und des etiketts. die asymmetrie auf dem etikett, durch dessen symmetrischen rand eingefangen, bewegt das bild.

 

der stiel. die burgunderflasche weckt die spannung und erinnerungen vegrangener weinhelden. der korkzapfen ehrt die prozession vor dem probieren. alles ist schlicht und auf das wesentliche reduziert. keine falschen versprechen.

 

der wein. er muss charakter haben und für sich selber sprechen. die höchste qualität ist ein muss. dies braucht zeit. erfahrung. wissen. viel arbeit. viel gedult. viele gedanken. häufiger austausch mit mitbewerber und freunde.

 

die namen. so, eine identifikation. ein wortspiel. eine klare zuweisung an meine werke und der idee die dahinter steht: ein wein hat erst dann eine seele wenn er nicht nur gemacht wurde um wein zu machen und nicht nur getrunken wurde um zu trinken.

 

weine machen ist für mich kein handwerk, es ist eine kunst die wachsen muss. das handwerk ist mittel zum zweck so wie der pinsel und die farbe. es ist nicht das bild sondern dessen vollendung die es zum kunstwerk werden lässt.

 

dafür stehe ich ein

 

weinmacher chiapparini p

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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